Geschichten aus dem Kiez

Teptow-Köpenick
ist
Fairtrade Town

Wie alles begann

Die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) beschloss 2015, dass der Bezirk Treptow-Köpenick Fairtrade Town werden möchte. 2017 wurde eine Steuerungsgruppe aus zivilen Vertretern und Akteuren aus Wirtschaft, Verwaltung, Politik, Kirchengemeinden sowie Schulen gegründet, die die Kampagnenarbeit organisierte.

Und dann?

Nach meinen Möglichkeiten habe ich hier in der Arbeitsgruppe AG1 – Einzelhandel und Gastronomie – mitgemischt. Gemeinsam mit zwei weiteren Arbeitsgruppen Globales Lernen (Schulen/Vereine/Kirchengemeinden = AG2) und Aktionen (AG3) kümmerten wir uns darum die Siegelkriterien zu erfüllen und umzusetzen.
Für die Sensibilisierung der Öffentlichkeit sorgten eigenständige Aktionen, wie Workshops zu fairen Bällen an Schulen, Fussballturniere, Faires-Fahrrad-Frühstück und Teilnahmen an Freiwillentagen sowie dem Fest für Demokratie und Toleranz.

Welche Kriterien mussten hier erfüllt werden?

Die Kriterien für den Einzelhandel und Gastronomie sehen vor, dass nachweislich mindestens zwei Produkte aus fairem Handel angeboten werden müssen, um den Titel führen zu dürfen. Diese Produkte müssen das FAIRTRADE Siegel auf der Verpackung führen.

Für öffentliche Einrichtungen wie Schulen, Vereine und Kirchen gilt dasselbe. Darüber hinaus verlangt es der Kriterienkatalog, dass Bildungsaktivitäten zum Thema fairer Handel umgesetzt werden, oft im Rahmen weiterer Kampagnen.
Weitere Info findet ihr hier.

Der Titel

Seit 12.01.2019 tragen wir ihn: den Titel Fairtrade Town. Die Urkunde wurde auf der Jahres-Auftaktveranstaltung im Rathaus Treptow-Köpenick feierlich übergeben.

Bezirksbürgermeister Oliver Igel (links) & Kurt Damm (Externer Fairtrade-Referent – rechts im Bild)
Die Verantwortlichen der Steuerungsgruppe

Und nun?

Jeder Akteur, der die o.g. Kriterien erfüllt, darf sein Geschäft bzw. seine Institution mit dem Aufkleber „Fairtrade Town“ (siehe erstes Foto) kennzeichnen. In naher Zukunft wird es einen Orientierungsplan geben, in welchem die Mitglieder und ihre Standorte aufgelistet sind. So kann sich jeder darüber informieren, wo Faitrade Produkte verwendet und angeboten werden. Nach zwei Jahren muss der Titel verteidigt werden.

Unsere Ladeneingangstür

Wir bei CHARLE arbeiten fair im Sinne der deutschen Sozial- und Gleichstellungsbestimmungen. Darüber hinaus zahlen wir schon immer Gehälter, die über dem Mindestlohn liegen, beschäftigen werdende Mütter, die oft aufgrund dieses Umstands keinen Job bekommen und überhaupt Menschen, die schwer vermittelbar sind. Das alles berechtigt uns aber nicht das Siegel Fairtrade Town zu nutzen.
Das Fairtradesiegel dürfen nur Produkte tragen, die in Schwellenländern unter fairen Bedingungen produziert wurden, d.h. ohne Kinderarbeit, mit existenzsichernden Löhnen und unter Berücksichtigung ethischer Grundrechte. Bei uns könnt ihr fairgehandelten Kaffee und Limonade trinken und langlebige faire Einkaufsbeutel erstehen. Beim Kauf eines Beutels für 5 EUR unterstützt ihr also nicht nur den fairen Handel, sondern seid zusätzlich Helden der lokalen Wirtschaft. Die Beutel sind von mir persönlich mit ökologischen Farben handbedruckt.

Wir sehen uns!
Eure Mandy

TGURD #4 – Tue Gutes und rede darüber

Zeit zum Vorlesen – Ein Gastbeitrag von megaschoeneweide

„Ich weiß nicht, wie ich den Hasen machen soll“

Das ist einer der ersten Sätze, den ich heute Morgen höre. Er fällt als Mandy und Lars sich noch kurz besprechen, bevor die Kinder kommen.
Heute ist nämlich wieder ein TGURD-Tag (Tue Gutes und rede darüber), eine Aktion von Mandy Geddert und Lars Düsterhöft (mehr zum Hintergrund der Aktion gibt es HIER) und heute stehen wir in einer Kita in Johannisthal.
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TGURD #3 – Tue Gutes und rede darüber

Der Mensch lebt nicht vom Brot allein

Ein Teil eines biblischen Satzes, der zu einer Redensart wurde und in vielen Lebenslagen Anwendung findet. Er soll, so glaube ich, das Wesentliche beschreiben und meint doch sehr viel mehr. Ich möchte eben nicht nur satt werden, sondern auch gehört, geliebt, geachtet. Ich möchte dazugehören, ganz gleich, woher ich komme.

1993 wurde der Verein Berliner Tafel e.V. gegründet, mit der Absicht, einwandfreie Lebensmittel die kurz vor Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums stehen zu sammeln und diese an bedürftige Menschen zu verteilen. Seither holen ehrenamtliche Mitarbeiter regelmäßig Lebensmittel von Supermärkten ab und bringen sie in eine der 45 Ausgabestellen von Laib und Seele.
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TGURD #2 – Tue Gutes und rede darüber

Ein Gastbeitrag unserer Freundinnen von megaschoeneweide, mit denen wir nun ganz offiziell kooperieren. Das heißt, dass zu jeder TGURD Aktion entweder die wunderbaren Damen des oben genannten Blogs oder wir berichten werden. Alle Aktionen können auf beiden Blogs verfolgt werden. Das finden wir ganz prima.
Los geht’s mit Leos Bericht zu unserer Aktion am 22.06.18.
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Am Ball sind alle Menschen gleich. Und zwar überall.

Fußballspielen verlangt keine gemeinsame Sprache, kein bestimmtes Geschlecht, keine besondere Herkunft. Es verlangt nicht mal einen Ball. Denn zum Spielen dienen auch Steine, Kastanien, zusammengeknotete Shirts oder Lumpen. Fußball fördert den sozialen Umgang – zumindest mehr als es die Spieler gegeneinander aufbringt – und die Teamfähigkeit.
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Reanimation & TGURD #1 – Tue Gutes und rede darüber

As time goes by

Heute ist ein guter Zeitpunkt, um unseren Blog zu reanimieren. Lag er doch zu lange im Winterschlaf.

Wir haben nämlich viel zu erzählen. Darüber, wie es hinter den Kulissen von CharLe zugeht, was wir vorhaben, woran wir gerade knabbern, was uns bewegt oder ihr über uns sagt.
Täglich geschehen Dinge, die berichtenswert sind und doch erzählt sie niemand. Wir nehmen uns schlichtweg die Zeit nicht dafür, weil sie uns oft fehlt – so denken wir. Ich möchte das Thema gern aufbrechen und zwar heute. Unsere Zeit ist zwar immer noch knapp, vielleicht klappt es aber mit etwas mehr Disziplin und wir berichten wenigstens ab und an darüber, was uns bei CharLe bewegt oder wir so anstellen.
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